Erinnerung und Begegnung e.V.
im
Landesverband der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen / Schlesische Lausitz

Wir begrüßen Sie auf unserer Internetseite www.vertriebene-in-sachsen.de

Editorial Frühjahr 2021

Es ist ein guter Brauch, neuem eine Chance zu geben. Geben wir 2021 eine Chance.

In einer Hinsicht hat es gut begonnen. Es hat geregnet und geschneit. Das ist nicht nur gut für die Landwirtschaft, sondern auch für die Luft, die Parks und Straßenbäume. Freuen wir uns auf einen bunten Blumenteppich im Frühjahr.

Das ist in diesem Jahr aber nicht die einzige Hoffnung.

Zunächst und zu allererst hoffen wir, dass Sie, unsere Leser, ohne große Schäden an Körper und Geist die Pandemie überstehen und unsere Gruppen wieder Veranstaltungen durchführen dürfen.

Wir hoffen, dass der Aufbau unserer Erinnerungs-, Begegnung- und außerschulischen Bildungsstätte in Knappenrode erfolgreich weitergeht und wir im Herbst eine gute Einweihungsveranstaltung durchführen können und dürfen.

Wir sind gespannt auf die Öffnung der Dauerausstellung der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin.

Wir würden uns freuen, wenn weitere Gemeinden in Sachsen eine Patenschaft für die Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ übernehmen.

Um die Übersicht für Sie zu erleichtern, haben wir für die meisten Beiträge eine Ankündigung geschrieben. Den ganzen Beitrag können Sie abrufen, wenn Sie in der letzten Zeile der Ankündigung auf das Wort hier klicken.

Friedrich Zempel

Letzte Meldung

EBI Knappenrode – Trotz Corona es geht weiter

In seiner letzten Sitzung des Stiftungsrates der Stiftung „Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen“ informierte der Vorsitzende der Stiftung, Frank Hirche, über den Baufortschritt in der Erinnerungs-, Begegnungs- und außerschulischen Bildungsstätte der Vertriebenen im Freistaat Sachsen (EBI). Die Winterzeit wurde dazu genutzt, Arbeiten an der Elektrik, den Wänden, den Vorhängen und den Fußböden durchzuführen. Ende Januar erteilte die Denkmalpflege die Genehmigung zum Umbau des Eingangsbereichs. Daraufhin konnten die notwendigen Ausschreibungen getätigt werden. Die Stiftung arbeitet weiter mit Hochdruck daran, im Herbst eine 1. Ausstellung zu eröffnen.

Red.

Teilnehmer des Gedenktages 2020 vor dem zukünftigen Ausstellungsgebäude der EBB in Hoyerswerda / Knappenrode
Teilnehmer des Gedenktages 2020 vor dem zukünftigen Ausstellungsgebäude der EBB in Hoyerswerda / Knappenrode

Die Volksabstimmungen über den Verbleib von Teilen von Ost- und Westpreußen
sowie von Oberschlesien beim Deutschen Reich vor 100 Jahren

Basierend auf den Schriften des mährischen Philosophen und Pädagogen Amos Comenius und des ostpreußischen Philosophen Immanuel Kant wurde im 19. Jahrhundert die Lehre vom Selbstbestimmungsrecht der Völker entwickelt. Am Ende des 1. Weltkriegs griff der amerikanische Präsident Woodrow Wilson diese Idee auf und machte sie zur Grundlage seines 14-Punkte-Programms zur Beendigung des Krieges. In Punkt XIII erklärte er, es sollte ein polnischer Staat entrichtet werden, der alle Gebiete umfassen müsste, die über eine „unbestrittene“ polnische Bevölkerung verfügen. Seine Forderung fand Eingang in die Verhandlungen über den Versailler Vertrag. Die Siegermächte vereinbarten, in Teilen von Ost- und Westpreußen sowie in Oberschlesien Volksabstimmungen über die zukünftige staatliche Zugehörigkeit durchzuführen. 1920 wurde in Ost-und Westpreußen und im März 1921 in Oberschlesien abgestimmt. Einen kurzen Artikel von Professor Dr. Winfried Schirotzek finden Sie hier.

Grundwissen für jedermann

Eine kurz gefasste Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

Oft sind wir erschreckt und verärgert, über die mangelnde Kenntnis der Geschichte der Deutschen im und aus dem östlichen Europa. Da wird Siebenbürgen mit Ostpreußen verwechselt, weil man bei Ostpreußen automatisch an Burgen denkt. Mag das noch komisch sein, so ist die Annahme, die Spätaussiedler und Vertriebenen seien nur die zurückgebliebenen Reste von HitlersBesatzungstruppen gewesen, ehrverletzend und diskriminierend.

Völlig unbekannt ist die Tatsache, dass die Deutschen nicht als Eroberer kamen, sondern von den einheimischen Herrschern und Adligen gerufen wurden. Eine Ausnahme bildete nur das Baltikum.

Unbekannt ist auch, dass diese Menschen vielfach kulturelle Traditionen bewahrt haben, die ihre Vorfahren vor Jahrhunderten aus ihren Herkunftsregionen in Westdeutschland mitgebracht hatten.

Trotzdem hatten sie sich in vielen Regionen, insbesondere in den früheren deutschen Ostprovinzen, mit der einheimischen Bevölkerung vermischt und keine Parallelgesellschaften gebildet. Ihre zivilisatorischen und kulturellen Leistungen stehen keineswegs hinter denen im heutigen Deutschland zurück. Einer der größten Philosophen weltweit, der größte deutsche Philosoph war Immanuel Kantaus Königsberg, die erste deutschsprachige Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner aus Prag.

Die landläufige Annahme von der Rückständigkeit Ostmitteleuropas und Osteuropas ist falsch. 1735 wurde die erste Bergschule der Welt in dem von deutschen Bergleuten geprägten Städtchen Schemnitzin der heutigen Slowakei gegründet. Das war keine Ausnahme. Die ersten mitteleuropäischen Universitäten wurden nicht in Leiden und Heidelberg gegründet, sondern in Prag und Krakau.

Es gibt daher viele Gründe, sich ein kleines Grundwissen über die Deutschen im Osten anzueignen.

Winfried Schirotzek hat dieses Grundwissen in seinem Buch „Deutsche im östlichen Europa“ auf rund 130 Seiten zusammengetragen.

Das Buch kann gegen eine Spende von 10 Euro auf das Konto

IBAN DE 10 8505 0100 0232 0101 53

beim Verein Erinnerung und Begegnung e.V. portofrei bestellt werden. Es ist ausreichend, beim Verwendungszweck Ihren Namen und Adresse sowie Schirotzekbuch anzugeben.

Red.

80 Jahre „Heim ins Reich“
80 Jahre Vertreibung der Polen

Der aus einer Frankfurter jüdischen Familie stammende deutsch-französische Politologe und Literat Alfred Grosser versetzte mehrfach seine deutschen Zuhörer in Erstaunen, wenn er seine Rede mit einem Bekenntnis zu den Leiden der deutschen Vertriebenen begann. Zur Begründung erklärte er:

Bevor man von den eigenen Leiden spricht, muss man von den Leiden der Anderen sprechen.

Dieses „Grosserprinzip“ sollten sich die deutschen Vertriebenen zu eigen machen.

Die meisten Deutschen wissen nicht, dass während des 2. Weltkrieges rund 3 Millionen ethnische Polen ermordet, vertrieben oder zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. In diesen Zahlen sind die 3 Millionen ermordeten polnischen Juden nicht enthalten. Alleine in Warschau sind im Zweiten Weltkrieg doppelt so viele Zivilisten umgekommen wie in ganz Frankreich. Die meisten wurden während oder nach dem Warschauer Aufstand ermordet.

Bis zu 650.000 Polen wurden aus den westlichen Gebieten Polens vertrieben, um Platz für die Ansiedlung von Angehörigen der deutschen Minderheiten aus anderen osteuropäischen Staaten zu schaffen. In den westlichen Gebieten Polens gab es aber bereits eine weit verstreute deutsche Minderheit. Sie erlebten mit, wie polnische Nachbarn plötzlich ermordet, entwürdigt, vertrieben oder zur Zwangsarbeit gezwungen wurden.

Ein Aufsatz zu diesem Vertreibungsgeschehen steht hier zum Lesen bereit.

Red.

„Bilder meiner Kindheit“,
Mit diesem Buch von H.-D. Haim erreicht man die Jugend

„Die Schüler der Klasse 8 a lauschten gespannt den Worten Hans-Dieter Haims und erlebten sehr anschaulich die Lebensumstände der damaligen Zeit. Besonders hat gefallen, dass der Autor einzelne Szenen aus seinem Leben äußerst lebendig beschrieben hat, sodass sich beim Zuhörer ein besonderes Gefühl der Anteilnahme entwickelte.“

Mit diesen Worten berichtet eine Lehrerin der Oberschule Innenstadt Görlitz über eine Lesung von Prof. Dr. Hans-Dieter Haim aus seinem Buch „Bilder meiner Kindheit – Erinnerungen an Schlesien“.

Ähnliche Erfahrungen haben Mitglieder der Redaktion bei Zeitzeugengesprächen in Schulen in Pirna und Freital ebenfalls gemacht. Den Schülern gefällt, dass der Autor nicht belehren will, sondern nur Erlebnisse schildert, ohne Schlüsse zu ziehen oder moralische Urteile abzugeben. Die Beurteilung überlässt er dem Leser bzw. bei den Hörern. Eine längere Rezension von Peter Börner steht für Sie hier zum Herunterladen bereit.

Das Buch kann bei der Redaktion (friedrich.zempel@t-online.de) bestellt werden. Wir bitten um einen Auslagenersatz von 20 € auf das Vereinskonto IBAN DE 10 8505 0100 0232 0101 53.

Red.

Das Robert-Koch-Institut und der frühere deutsche Osten

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht das Robert-Koch-Institut in den Nachrichten erwähnt wird. Wenig bekannt ist, dass Robert Koch, ebenso wie der erste deutsche Medizinnobelpreisträger, Emil von Behring, und der dritte, Paul Ehrlich, im früheren deutschen Osten forschte. Einen Artikel über Robert Koch können Sie hier lesen.

Red.

Mario Morgner erhält posthum die goldene Ehrennadel des BdV-Bund

Am 17. Oktober vergangenen Jahres konnte der Vorsitzende des Landesverbandes der Vertriebenen, Frank Hirche, der Familie von Mario Morgner die goldene Ehrennadel des BdV-Bund übergeben.

Mario Morgner war Ende September 2019 nach langer Krankheit verstorben. Als Vertreter des BdV-Kreisverbandes Vogtland war er Gründungs- und Vorstandsmitglied des Landesverbandes der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz, außerdem gehörte er dem Stiftungsrat der Stiftung Erinnerung, Begegnung, Integration an. Mario Morgner sammelte aber nicht Ehrenämter, sondern Aufgaben, die er mit großem Einsatz und großer Sachkunde erledigte. Auf diese Weise wurde er in den Vertriebenenorganisationen in Sachsen einer der wichtigsten Akteure auf der Landesebene. Durch seine freundliche, liebenswürdige Art erwarb er sich überall Freunde. Sein Tod hatte alle, mit denen er zusammengearbeitet hat, schwer getroffen. Der Verein Erinnerung und Begegnung hatte daher beim Bundesvorstand des BdV beantragt, ihm posthum die goldene Ehrennadel zu verleihen. Diesem Antrag wurde stattgegeben. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Winfried Schirotzek. Er und seine Frau Ira hatten mit Mario Morgner das sächsische Zeitzeugenarchiv aufgebaut.

Die Laudatio können Sie hier herunterladen.

Red.

Prof. Schirotzek
Prof. Schirotzek

Druckfrisch: Unser Liederbuch

Nun ist es geschafft! Die Stiftung „Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen“ hat das „Liederbuch der Deutschen aus dem östlichen Europa“ herausgebracht.

Druckfrisch liegt es jetzt vor. Diese Sammlung vereint die Texte und Noten von 143 Liedern, die von den Vertriebenen und Spätaussiedlern im Freistaat Sachsen gesungen werden und zu unserem kulturellen Erbe gehören. Viele Heimatgebiete sind vertreten, sogar das kleine Siedlungsgebiet der Deutschen in der Dobrutscha. Bedauerlich ist nur, dass anders als in dem vergriffenen Buch „Lieder der unvergessenen Heimat“ aus dem Heyne Verlag die Heimatgebiete der Deutschen aus Polen, der
Slowakei und der Bukowina nicht berücksichtigt wurden.

Das neue Liederbuch soll zukünftig die Treffen und Veranstaltungen der Spätaussiedler und Vertriebenen in Sachsen begleiten. Es wird gegen eine Spende von zehn Euro von Frau Claudia Florian, Landesgeschäftsführerin des Landesverbandes der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz, Heinrich-Heine-Straße 6A, 02977 Hoyerswerda, ausgegeben oder kann per Mail (c.florian-lvs@t-online.de) bestellt werden.

Red.

Lieder der Deutschen aus dem östlichen Europa
Liederbuch

Mehr als 100 Millionen für vertriebene und Spätaussiedler

Ergebnis der Zwangsarbeiterentschädigung

Interview mit Peter Wolf, Vorsitzender des BdV-Regionalverbandes Leipzig

2016 hatte die Bundesrepublik beschlossen, Deutschen, die nach dem 2. Weltkrieg für eine fremdeMacht Zwangsarbeit leisten mussten, eine kleine Entschädigung zu gewähren. Ende 2020 wurde das Verfahren abgeschlossen. Annähernd 105 Millionen € wurden ausgezahlt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der sächsischen Vertriebenenverbände haben Mitglieder und Nichtmitglieder bei der Antragstellung beraten. Mit einem der Berater, dem Vorsitzenden des BdV-Leipzig, hat die Reaktion ein Interview geführt, dass sich hier nachlesen können.

Überraschung für Friedrich Zempel

Frank Hirche verleiht Goldene Ehrennadel des BdV

Die Stifterversammlung der Stiftung „Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen“ geriet Ende letzten Jahres für den Vorsitzenden der Versammlung, Friedrich Zempel, zur Überraschung.

Gegen Ende der Veranstaltung wurde die von ihm straff geführte Tagesordnung durch den Landesvorsitzenden des Landesverbandes der Vertriebenen im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz, Herrn Frank Hirche, unterbrochen. Er bat den völlig überraschten Vorsitzenden, sich zu setzen und trug eine Laudatio vor, die mit der Verleihung der goldenen Ehrennadel des BdV-Bundesverbandes endete. Die Laudatio können Sie hier lesen. Sie bietet interessante Einblicke in die Arbeit der
Vertriebenenverbände in Ost und West.

Red.

Falsche Auskünfte von der alten Frau Google?

„Dann müssen Sie mal die alte Frau Brockhaus fragen!“ Mit dieser flapsigen Bemerkung leitete früher mancher Oberlehrer seine Standpauke ein, wenn er bei einem Zögling fundamentale Wissenslücken diagnostizierte. In diesen modernen Zeiten würde man eher wohl sagen, „Fragen Sie mal die alte Frau Google!“

Aber kann man die Institution Brockhaus mit Google vergleichen? Mehrere unserer Leser haben daran große Zweifel. Besondere Verärgerung ruft die Tatsache vor, dass bei Personen, die vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges in den deutschen Ostgebieten geboren wurden, die Geburtsorte mit den heute geltenden polnischen Namen aufgeführt werden. Zum Beispiel wird bei dem Nobelpreisträger Günther Bobel angegeben, er sei in „Niegoslawice, Polen“, geboren. In dem Artikel über den Schriftsteller Ernst Wiechert wird „Mragowo, Polen“, als Geburtsort genannt.

Erstaunlicherweise gilt dieses Prinzip nicht für Personen, die in dem heute zu Russland bzw. Litauen gehörenden Ostpreußen das Licht der Welt erblickten. Hier werden die deutschen Namen benutzt. Bei Käthe Kollwitz wird als Geburtsort Königsberg und Matzicken bei Hermann Sundermann angegeben.

Ein Vergleich mit den Angaben über polnische Persönlichkeiten aus den polnischen Ostgebieten zeigt, dass auch dort die Algorithmen für die Ermittlung der Geburtsorte zu Fehlern führen. Das ist früher mit dem Brockhaus oder anderen Lexika nicht passiert. Dort saß in den Redaktionen ein Stab von Mitarbeitern aus Fleisch und Blut, die zu jedem Stichwort sorgfältig recherchiert haben. Das war Weisheit, die man getrost schwarz auf weiß nach Hause tragen konnte.

Aber ebenso wenig wie im Radio ein kleiner Mann sitzt, der die Nachrichten vorliest, gibt es im Computer eine alte Frau Google, die allein aus Böswilligkeit falsche Nachrichten auf den Bildschirm zaubert. Google betreibt eine Suchmaschine, die wie eine Harke Informationen zusammenkratzt, aufgrund von bestimmten Algorithmen aggregiert, speichert und uns zum Abrufen über den PC bereitstellt. Die Qualität der bereitgestellten Informationen hängt von der Qualität der Algorithmen ab. Die Algorithmen werden von Menschen programmiert. Dies sind in der Regel jüngere männliche Informatiker und keine Fachwissenschaftler wie in den Redaktionen der Lexika. Sie bringen ihr Vorverständnis mit.

Wer sich über Google ärgert, sollte eine andere Suchmaschine wählen, die wissenschaftlich fundierter oder zumindest auch andere Ergebnisse liefert. Dies verbessert nicht nur seine Gemütslage, sondern könnte auch Google veranlassen, sein Programm zu überarbeiten; denn jeder unterlassene Zugriff auf eine Seite von Google bedeutet für das Unternehmen einen Verlust an Werbeeinnahmen.

In der Redaktion benutzen wir mehrere Suchmaschinen - vor allen Dingen Norton Safe Search, MetaGer und Bing mit guten Erfahrungen. Bei einem Test der Stiftung Warentest hat die Suchmaschine Startpage am besten abgeschnitten. Von ihnen kann man sich auf die Seiten von wissenschaftlich anerkannten Institutionen leiten lassen – bspw. auf die Seite des „Bundesinstituts für die Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“ oder das „Kulturportal Ost-West - OKR“.

Red.

Eleonora Hummel - Die Wandelbaren

Roman über ein deutsches Theater in der Sowjetunion

Den Deutschen in/aus Russland widmen Wissenschaftler und Schriftsteller seit einigen Jahren eine außerordentlich große Aufmerksamkeit, wie sie in ihrer Breite keine andere Volksgruppe erfahren hat. Zu denken ist u. a. an Ulla Lachauer, Freya Klier oder Sergej Lebedew. Eine Autorin verdient besondere Aufmerksamkeit, Eleonora Hummel. Vor 25 Jahren begann die damals 25-jährige mit ihrer literarischen Arbeit. Inzwischen ist die Reihe ihrer Werke in unserem Bücherschrank nicht mehr zu übersehen. Mit unserer Wertschätzung sind wir nicht allein.

In diesem Jahr wurde sie mit dem Kulturpreis der Russlanddeutschen ausgezeichnet. Mit ausschlaggebend für die Preisverleihung war ihr neusten Buches „Die Wandelbaren“, das im vorigen Jahr erschien. Es befasst sich mit dem Ensemble des deutschen Schauspieltheaters Temirtau in Kasachstan. Auch die anderen Bücher von Eleonora Hummel empfehlen wir ihrer Lektüre. Ihr (bisheriges) Gesamtwerk schildert das Leben der Deutschen in Russland in verschiedenen Facetten. Allen Lesern, seien sie Betroffene oder nicht Betroffene, verhelfen ihre Bücher zu einem besseren Verständnis der Deutschen aus Russland. Eine ausführliche Rezension können Sie hier herunterladen.

f. z.

Eleonora Hummel fotografiert von Paul Kuchel
Eleonora Hummel fotografiert von Paul Kuchel

Ein Schlüssel für das Erfolgsgeheimnis?

Am Rande Mitteleuropas

„Am Rande Mitteleuropas“ lautet der Titel eines Buches über das Banat von Prof. Dr. Anton Sterbling, Mitglied des Kuratoriums unserer Stiftung. Es ist ein Bekenntnis zu seiner Heimat, dem Banat als multiethnische Region. Hier hat er bis 1975 gelebt und Elektrotechnik studiert. Dann kam er als Aussiedler in die Bundesrepublik, studierte Sozialwissenschaften und wurde Professor. Obwohl Anton Sterbling sein ganzes Berufsleben als Wissenschaftler gearbeitet hat - über 500 Veröffentlichungen tragen seinen Namen - ist das Buch von den eigenen Erfahrungen des Autors geprägt. Es ist daher gerade für ein breites Publikum lesenswert. Offenbar haben die ersten Studienjahre der Elektrotechnik seine Gedankenführung nachhaltig beeinflusst; denn seine Schriften kann man ohne Benutzung eines Fremdwörterlexikons verstehen.

Innerhalb weniger Jahre hat das in Temeswar im Banat gelegene Nikolaus-Lenau-Gymnasium zwei Nobelpreisträger hervorgebracht. Vielleicht finden Sie in dem Buch von Anton Sterbling einen Schlüssel für das Erfolgsgeheimnis der Deutschen aus dem Banat. Eine ausführliche Rezension von Dr. Jürgen Henkel können Sie hier herunterladen.

d. Red.

Timisoara / Temeswar – europäische Kulturhauptstadt 2021 und ihre deutschen Bezüge

Vor wenigen Wochen elektrisierte eine Meldung ganz Mitteleuropa. Der junge Deutsche Dominik Fritz wurde am 27. Oktober zum Bürgermeister von Timisoara / Temeswar gewählt. Temeswar gehört zu den größten Städten Rumäniens und ist Hauptstadt des Banats, einer der interessantesten Regionen Europas. In den letzten Jahren hat Temeswar mehrfach Furore gemacht. 2009 erhielt Herta Müller den Nobelpreis für Literatur und 2014 Stefan Hell den Nobelpreis für Chemie. Beide Nobelpreisträger gehörten zu der deutschen Minderheit der Banater Schwaben und hatten das Nikolaus-Lenau-Gymnasium in Temeswar besucht, bevor sie mit ihren Familien in die Bundesrepublik ausgesiedelt wurden. Auch der Namensgeber ihrer Schule stammte aus dem Banat. Computerfreaks haben nachgewiesen, dass der Dichter Lenau nach Goethe den umfangreichsten Wortschatz aller deutschsprachigen Dichter hatte. Wer sich mit der deutschen Minderheit im Banat etwas befassen will, dem empfehlen wir den Aufsatz

Mythos Banat

des Mitglieds des Kuratoriums der Stiftung Erinnerung, Begegnung, Integration, Prof. Dr. Anton Sterbling, den Sie hier herunterladen können. Wenn Sie über einen breiten Bildschirm verfügen, können Sie eine 4-spaltige Version mit Bildern und Diagrammen hier herunterladen.

f. z.

Integration durch Arbeit und Leistung

Das schwierige Leben eines Flüchtlingskindes
aus dem Posener Land in der DDR

Jüngere Menschen, die nicht in der DDR aufgewachsen sind, verstehen sie kaum noch. Im Buchhandel gibt es zwar ein umfangreiches Angebot an Apologien der DDR, aber das Leben der Durchschnittsbürger ohne Karriere in der Partei oder Ausgrenzung als Christ oder Systemgegner ist kaum Gegenstand der zahlreichen Neuerscheinungen. Diese Lücke füllt das Buch „Tochter des Schmieds“ von Lieselotte Maria Schattenberg. Sie beschreibt ohne Pathos mit großer Sachlichkeit, ohne in Verteufelung oder Lobhudelei abzugleiten, das Leben einer jungen Frau vom Lande, die zum Lehramtsstudium in eine Großstadt.

Ausgangspunkt der Erzählungen ist das Schicksal der Familie der Protagonistin in ihrer Heimat im Posener Land und nach der Vertreibung in Brandenburg. Es wird deutlich, mit welchen Problemen und Leiden die Vertriebenen und die einfache Landbevölkerung nach dem Krieg fertig werden musste.

Eine Rezension Lieselotte Marschner-Katzur und Bestellhinweise finden Sie hier.

f. z.

Die deutsche Ostsiedlung

Broschüre von Prof. Dr. Winfried Schirotzek

In Gesprächen mit verbandsfremden und jüngeren Menschen wird oft eine von Vertriebenen und Spätaussiedlern als diskriminierend empfundene Fehlinformation offenbar. Sie glauben, die Familien der Spätaussiedler und Vertriebenen seien erst durch das NS-Regime in die östlichen Siedlungsgebiete gekommen. Dass die Deutschen in einigen Regionen bereits vor 800 Jahren ansässig wurden, ist ihnen unbekannt. Unbekannt ist auch, dass sich die deutschen Siedler in den meisten Siedlungsgebieten mit der ortsansässigen Bevölkerung vermischt haben. Auf diese Weise sind die deutschen Stämme der Ostpreußen, Pommern, Schlesier, Siebenbürger usw. entstanden.

Verschiedene Wissenschaftler haben zu diesem Thema dickleibige Bücher herausgebracht, die für Laien zu umfangreich sind. Die rund 30 Seiten DIN A4 der Broschüre von Prof. Schirotzek lassen sich dagegen schnell lesen. Sie sind leicht und flüssig geschrieben, bieten aber alle notwendigen Informationen über die Ostsiedlung und sind daher als Einführung in die Thematik besonders für jüngere Menschen gut geeignet. Die Broschüre kann beim Verein Erinnerung und Begegnung e. V. unter der folgenden Mailanschrift bestellt werden: friedrich.zempel@t-online.de. Nach Überweisung einer Spende von 5 € auf das Vereinskonto: IBAN DE 10 8505 0100 0232 0101 53 wird Ihnen die Schrift zugesandt.

d. Red.

Günter Klemm - Sonnige und andere Tage

Rezension von Peter Redlich, Sächsische Zeitung

Nein, traurig macht das Buch nicht. Auch wenn der Autor, Günter Klemm, unter den Titel

„Die Suche nach der heilen Welt“

den Untertitel setzt „Aus dem Sudetenland vertrieben in Deutschland nicht willkommen“. Der Radebeuler, heute 81 Jahre alt, schildert in vielen Episoden, wie er die Zeit seit 1939 erst in einem Vorort von Teplitz-Schönau, dem heutigen Teplice, und später, nach der Vertreibung, als Sudetendeutscher in Ostdeutschland erlebte.

In bildreicher Sprache schildert Günter Klemm vor allem, was ihm als Kind und Jugendlicher widerfuhr. Da gibt es für den technikbegeisterten Jungen das Erlebnis mit der dampfbetriebenen Bahn, aber auch die Situation, wie er in Berlin in eine Zelle eingesperrt wurde, wegen des Verdachts des Schmuggels. Dabei hatte er nur Weizen im Koffer, der als Futter für Großmutters Hühner gedacht war.
„Verschwindet ihr verhungertes Umsiedlerpack“ musste er sich bei der Bauernhochzeit anhören, weil er die Hoffnung auf ein Stück Zuckerkuchen hatte.

Klemm jammert nicht. Er wechselt zwischen sonnigen Tagen und Tagen mit Regen, wie er selbst über gute und nicht so gute Erlebnisse schreibt. Er hat sein Leben gemeistert. Hat Maschinenschlosser gelernt und als Ingenieur in der Metallbranche gearbeitet. Die letzten Jahre im Berufsleben war er Geschäftsführer einer Textilfirma. Glücklich verheiratet, 3 Kinder, 6 Enkel und 7 Urenkel sind auf dem Paperback-Buchumschlag vermerkt.

Der erst in Dresden – seit 1965 – lebende Autor ist 2004 nach Radebeul gezogen. Er sieht sich als Zeitzeuge und hat die vielen Erinnerungen und Lebensgeschichte seinen Enkeln gewidmet. Wenn es gewollt ist, so sagt Günter Klemm, würde er auch gern Vorträge und Lesungen anbieten – etwa in Schulen. Geschichtenerzählen ist seine Leidenschaft, die ja nützlich sein kann, etwa um Geschichtsunterricht anschaulich zu machen

Das 160-seitige Buch ist gerade im Radebeuler Notschriften-Verlag erschienen und beim Verlag (info@notschriften.de ) oder im Buchhandel für 11,90 € zu erwerben (ISBN: 978 – 3 – 948935 – 04 – 7).

Siebenbürgen – Trauer und Lichtblick

hier hängt das Herz von Prinz Charles und Peter Maffay

---

„Siebenbürgen süße Heimat“ – ein Buch von Thomas Heller/Dresden

Thomas Heller aus Dresden, Jahrgang 1964, beschäftigt sich seit Jahren mit Siebenbürgen, wie Christian Ruf in seiner Rezension betont, die Sie hier herunterladen können. Am Schluss seiner Buchbesprechung führt der Rezensent aus, dass einige junge Deutsche ihre Zelte abgebrochen haben, um im Baltikum oder Schlesien zu leben. Das trifft auch auf Rumänien zu. Hermann und Katharina Kurmes, zwei Gymnasiallehrer aus Niedersachsen, haben in Magura unweit des Dracula-Schlosses die Pension Villa Hermani eingerichtet. Von hier aus kann man nicht nur Dracula einen Besuch abstatten, sondern unter kundiger Führung ein Rendezvous mit Braunbären haben. Nähere Informationen findet jeder, der bei einer Suchmaschine Villa Hermani eingibt. Aber Achtung Hermani schreibt man mit einem „r“.

Apropos Peter Maffay und Prinz Charles. Dass der Rockmusiker Maffay immer noch einen Koffer in seiner Heimat Siebenbürgen hat, wissen wohl die meisten unserer Leser. Weniger bekannt ist, dass Prinz Charles in Siebenbürgen eine kleine „Nebenresidenz“ unterhält. Nirgendwo sonst ist die Chance so groß, ihn bei einer Wanderung persönlich zu treffen; denn die ortsansässigen versichern, dass er sich hier sehr volksnah verhält.

Thomas Heller ist nicht der erste Dresdner Fotograf und Autor, der sich durch Siebenbürgen faszinieren ließ. Der heute in München lebende Martin Eichler (näheres finden Sie im Internet) ist ebenfalls mit einer Reihe von Publikationen an die Öffentlichkeit getreten.

f. z.

Epidemie vor 150 Jahren

Welche schrecklichen Ausmaße Epidemien noch im 19. Jahrhundert erreichten, zeigt ein Auszug aus dem Posener Heimatbuch „Exin“. Über das Cholerajahr 1866 wird folgendes berichtet: „… In Exin betrug in normalen Jahren die Zahl der Toten 42, im Cholerajahr 1866 verzeichnete das Sterberegister 313 Verstorbene… Das Sterberegister zählte 1867 noch 181 und 1868 sogar 196 Todesfälle.“

(Exin/Bergen1962/Heinrich Dinkelmann – Die evangelische Kirchengemeinde Exin von 1772 – 1913, S. 61 ff.)

f. z.

70 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Am 5. August 1950 wurde die Charta der deutschen Heimatvertriebenen verabschiedet. Nach der Wiedervereinigung haben sich die in Sachsen und den anderen neuen Ländern gegründeten Vertriebenenorganisationen die Charta sofort zu eigen gemacht und immer wieder in Publikationen und Vorträgen zu ihr bekannt. Daher soll nur ein Aspekt besonders hervorgehoben werden:

Kein anderes politisches Dokument hat im Laufe der Geschichte so an Anerkennung gewonnen wie die Charta.

Nur eine Minderheit der Öffentlichkeit hat die Verabschiedung der Charta von Anfang an unterstützt, insbesondere die politisch konservative Seite. Ganz überraschend war das allerdings nicht; denn bei der Vorbereitung des Textes der Charta waren Vertreter der Regierung Adenauer eingebunden. Mitglieder der Bundesregierung nahmen an der Verabschiedung durch die Vertreter der Vertriebenen teil und am nächsten Tag, am 6. August, Gäste bei der öffentlichen Proklamation vor fast 150.000 Vertriebenen aus allen Teilen Westdeutschlands. Da es in der DDR keine Vertriebenenorganisationen gab, waren unter den Teilnehmern nur wenige Einzelpersonen aus der DDR.

Von der Regierung der DDR und den mit ihr befreundeten Staaten wurde die Charta immer als ein Dokument des Revanchismus bezeichnet. Mit dem Zerfall des von der UdSSR beherrschten Ostblocks ist diese Kritik obsolet geworden.

Auch in Westdeutschland fand die Charta im politisch linken Spektrum keine Freunde. Die Kritik entzündete sich weniger am Inhalt, sondern an der Tatsache, dass zu den Unterzeichnern mehrere Personen mit einer unbestreitbaren NS-Vergangenheit gehörten.

Im Laufe der Jahrzehnte trat die Kritik an den Mitautoren der Charta in den Hintergrund. Man nahm endlich die Inhalte der Erklärung zur Kenntnis. Bei der Feier des 50. Jahrestages der Charta hob Bundesinnenminister Otto Schily lobend hervor, dass die Vertriebenen sehr früh in der Charta die europäische Einigung „unter Einbeziehung unserer mittel- und osteuropäischen Nachbarn“ gefordert hätten. Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Partei „die Linke“ bezeichnete vor einigen Jahren die Charta als einen Schlüssel für Aussöhnung und Frieden.

Einer der Schlusssätze der Charta hat bleibende Aktualität:

„Die Völker müssen anerkennen, dass das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge ein Weltproblem ist,…“

---

Die Bedeutung der Charta als politische Grundsatzerklärung darf nicht zerredet – bzw. „zerschrieben“ werden. Für alle, die sich näher mit dem Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen befassen, ist aber klar, dass die meisten Forderungen entweder gar nicht oder nur teilweise erfüllt wurden.

Umso wichtiger ist es festzustellen, dass vor allem Ungarn, aber auch Rumänien, Serbien und die baltischen Staaten den deutschen Vertriebenen in vielerlei Hinsicht entgegengekommen sind. Manche Reaktionen waren selbst für Protagonisten der Vertriebenenpolitik erstaunlich. Bereits vor vielen Jahren erklärte ein litauischer Politologe und Hochschullehrer dem Unterzeichner, während der kommunistischen Zeit habe die Regierung immer behauptet, die deutschen Vertriebenen seien Revanchisten und wollten wieder in ihre Heimat zurück. Das habe man
geglaubt. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes hätten die Bevölkerung und die Regierung gehofft, dass sich diese Behauptung erfüllen und die Deutschen bei dem Aufbau des Landes helfen würden. Man sei tief enttäuscht, dass dies nicht der Fall sei.

Friedrich Zempel

Erinnerung, Begegnung, Integration

Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen

Unsere Arbeit geht trotz Corona weiter

Spenden Sie für das dauerhaft gesicherte Grundvermögen (nicht für den Verbrauch bestimmt)

Stiftungskonto: IBAN: DE 12 8705 2000 0190 0222 05

Liebe Leser

die neuste Ausgabe unserer Verbandszeitung mit vielen aktuellen Informationen finden Sie in der Rubrik "Verbandszeitung". Außerdem können Sie dort alle bisherigen Ausgaben nachlesen.

Über Rückmeldungen würden wir uns freuen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Friedrich Zempel

Aufruf an die Deutschen aus Russland und den Nachfolgestaaten der UdSSR

Spenden Sie Dokumente, Fotos und Ausstellungsstücke für unsere Erinnerungsstätte in Knappenrode/Hoyerswerda.

In Knappenrode werden wir eine Erinnerungs-, Begegnungs- und außerschulische Bildungsstätte errichten. Für diese Einrichtung suchen wir dringend Erinnerungsstücke der Deutschen aus Russland.

Wir kennen Ihre Geschichte. Wir wissen, dass Sie so gut wie keine Gegenstände aus den früheren Heimatgebieten an der Wolga den vielen anderen Siedlungsgebieten in der früheren UdSSR nach Sachsen mitbringen konnten. Für uns sind aber auch wichtig:

Briefe und sonstige Dokumente, Fotos, Bilder, Bücher und Kleidungsstücke, auch aus der Zeit nach der Entlassung aus der Trudarmee, beispielsweise der Schriftverkehr über ihre Aussiedlung und natürlich auch Gegenstände wie Geschirr und Haushaltsartikel.

Selbst ein paar Stricknadeln sind für uns wichtig, wenn sie mit einer Geschichte verbunden sind. Wenn Sie sich nicht zutrauen, die Geschichten selbst aufzuschreiben, helfen wir Ihnen gerne.

Vor einigen Monaten haben wir von einer Deutschen aus Georgien ein Gesangbuch bekommen. Die Eigentümerin hatte zunächst Bedenken, es uns zu übereignen, weil es schon stark zerfleddert war. Aber gerade dieser Zustand war für uns wichtig; denn er ermöglichte uns, die Geschichte der Familie seiner Eigentümerin zu erzählen. Mit einer druckfrischen Ausgabe hätten wir das nicht tun können. Die Geschichte musste die Eigentümerin nicht selbst aufschreiben. Wir habe sie interviewt.

Sie können sich gerne direkt an die Stiftung der Vertriebenen, Heinrich-Heine-Straße 6A, 02977 Hoyerswerda oder an die Vorsitzenden Ihrer landsmannschaftlichen Gliederung wenden.

Friedrich Zempel

PS. Natürlich sind wir auch an den gleichen Erinnerungsstücken aus den Herkunftsgebieten der anderen Vertriebenen und Spätaussiedlern interessiert.

Tanzkreis Rübezahl aus Deutsch-Paulsdorf bei Görlitz

Im Bild: Das Kinder-und Jugendensemble Sonnenschein des DRZ Leipzig im Plenarsaal des Sächsischen Landtages

Falls es Vorschläge, Hinweise oder Beiträge gibt, bitte wenden Sie sich an das Team über die Kontaktseite. Dort finden sie den Link zum Postfach des Vereins.