Landesverband der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen / Schlesische Lausitz e. V.
mit Erinnerung und Begegnung e. V. (EUB)

Wir begrüßen Sie auf unserer Internetseite www.vertriebene-in-sachsen.de

Ostpreußen-Ausstellung im Haus der Heimat in Reichenbach/OL

Am 15. Oktober, 14 Uhr,
wird im Haus der Heimat,
Görlitzer Straße 4,02894 Reichenbach/OL,

eine Ausstellung mit Holzschnitten des ostpreußischen Kunstprofessors Eduard Bischoff über Ostpreußen eröffnet.

Der Kustos der Ausstellung, Herr Dr. Jörn Barfod vom ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg, wird in die Arbeit von Professor Eduard Bischoff einführen.
Die Ausstellung kann bis zum 27.11.2016, jeweils von Donnerstag bis Samstag zwischen 14 und 17 Uhr, besichtigt werden.

Außerdem können die Sammlungen des Hauses der Heimat mit wertvollen Exponaten aus den Heimatgebieten der Vertriebenen besichtigt werden. Hierzu gehört eine reichhaltige Sammlung über Ostpreußen.

Dem Sächsischen Staatsministerium des Inneren wird für die Förderung der Maßnahme gedankt.

Treffen des Arbeitskreises der mittleren Generation

Am 2. November trifft sich der Arbeitskreis der mittleren Generation zu einem Vortrag über die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und der Woiwodschaft Niederschlesien.
Nähere Informationen bei friedrich.zempel@t-online.de.

Plakat 5. Chortreffen

Veranstaltungsübersicht

Kirchentag der evangelischen Ostpreußen in Sachsen

3. April, ab 9 Uhr 30
St. Matthäus-Kirche, Zinzendorfstr. 14 bis 16, Chemnitz



25 Jahre BdV Leipzig

9. April, ab 11 Uhr
Festsaal des Neuen Rathauses in Leipzig



Erinnerung an die Verabschiedung des Bundesvertriebenengesetzes und die Entstehung der Vertriebenenverbände in Sachsen nach der friedlichen Revolution

16. April, ab 12 Uhr
Plattner-Hof, Platner Str. 34, Chemnitz



Einweihung einer Gedenktafel am Bahnhof Bad Brambach für die 300.000 Deutschen, die aus Böhmen und Mähren vertrieben und über Bad Brambach weitergeleitet wurden

10. Juni, ab 14 Uhr
Bahnhof Bad Brambach



Tag der Heimat und Treffen der Chöre 2016

19. Juni, ab 11 Uhr
St. Johannes Kirche, Reichenbach/Niederschlesien



Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung

11. September, ab 11 Uhr
Plenarsaal des sächsischen Landtages

Gute Entwicklungen in der Heimat setzen sich fort:
Stadt Strehlen weiht gemeinsam mit der Bundesheimatgruppe Stadt und Kreis Strehlen Museum ein

"Was lange währt, wird endlich gut!". Die niederschlesische Kreisstadt Strehlen (35km südlich von Breslau) weihte am 3. Oktober endlich das Museum ein, das sowohl die deutsche Geschichte vor dem 2. Weltkrieg als auch die polnische Geschichte nach 1945 thematisiert. Schon 1995 gab es die ersten Versuche der Bundesheimatgruppe Stadt und Kreis Strehlen, die Museumsidee in Strehlen vor Ort "schmackhaft" zu machen. Der damalige Vorsitzende der Bundesheimatgruppe, George von Gellhorn, stieß derzeit auf wenig Interesse in seiner Heimatstadt. Er gab jedoch nicht auf und arbeitete weiter an der Verwirklichung seines Wunschtraumes. So folgte 2002 ein weiterer Versuch. Im Hotel Maria auf dem Marienberg traf sich der Vorstand der Bundesheimatgruppe Strehlen mit mehreren Interessensgruppen der Stadt Strehlen (Vertreter vom Landratsamt und vom Bergeverein, Geschichtsexperten und Bewohner der Stadt und des Kreises Strehlen), um die Museumsidee erneut anzuregen. Dieses Mal war das Interesse der heutigen Bewohner Strehlens größer, so dass mit einer raschen Umsetzung dieser Idee gerechnet wurde. Weit gefehlt! Nun gab es zwischen den verschieden Interessensgruppen vor Ort Unstimmigkeiten über die Art und Gestaltung des Museums sowie über einen möglichen Standort. Obwohl im Laufe der Zeit weitere Besuche der Bundesheimatgruppe folgten, zog sich die Verwirklichung in die Länge. Gegen Ende Jahres 2014 fassten sich der in Strehlen lebende Zbigniew Kazimierowicz und Falk Pusch aus Dorf Wehlen ein Herz und machten "Nägel mit Köpfen": Während Zbigniew Kazimierowicz erneut Druck auf die städtische Behörde vor Ort ausübte, bot Falk Pusch sich an, die Exponate von der Heimatstube Herne nach Strehlen zu transportieren. Das erfolgte dann Februar 2015. Herr Kazimierowicz katalogisierte diese und entwickelte ein Konzept für ihre Ausstellung. Nach dem Umzug des Kulturzentrums aus der kleinen Kapelle gegenüber der ehemaligen Brauerei in das neu eröffnete Kulturzentrum an Stelle des alten Kinos war auch die entsprechende Örtlichkeit ohne großen baulichen Aufwand gefunden.

Am 3. Oktober 2015 sollte es dann endlich so weit sein. Bürgermeisterin Dorota Pawnuk unterstrich bei der Eröffnungsfeier die Bedeutung des Museums sowohl für die früheren deutschen Bewohner als auch für die heutigen Bewohner der Stadt Strehlen. Dr. Fleger zeigte sich überzeugt, dass das Museum einen zusätzlichen Beitrag für die guten deutsch-polnischen Beziehungen leisten wird und diese fördert. In seiner Dankesrede gedachte Dr. Fleger (jetziger Vorsitzender BHG) an den früheren Vorsitzenden George von Gellhorn, der schon in früheren Jahren versuchte, freundschaftliche Kontakte zu den heutigen Menschen in seiner Heimatstadt zu knüpfen. In den frühen Jahren klangen solche Ideen eher utopisch. Trotzdem verfolgte George von Gellhorn dieses Ziel unbeirrt weiter und setzte seine Arbeit mit dem Wunsch fort, in Strehlen eine Art Heimatstube/Museum zu eröffnen. So überreichte Dr. Fleger ein eingerahmtes Foto vom ehemaligen Vorsitzenden George von Gellhorn mit einem Text in deutscher und polnischer Sprache, der das Lebensziel dieses verdienten Mannes würdigt und in diesem Museum ausgestellt werden soll. Falk Pusch überreichte der Bürgermeisterin ein Gemälde von dem aus Strehlen stammenden Maler Heinz - Georg Schneider (Strehlen Stadtansicht von einem Wanderweg am Marienberg aus gesehen). Schießlich durfte er gemeinsam mit der Bürgermeisterin Pawnuk, Zbigniew Kazimierowicz, Bärbel Gräsner und Dr. Fleger das rot - weiß gestreifte Band zur offiziellen Eröffnung durchschneiden.

Die meisten Besucher waren positiv überrascht, da die Einrichtung und die Ausstellung sehr ansprechend präsentiert wurden. Die größte Überraschung war jedoch eine künstlerisch angefertigte Darstellung des berühmtesten Sohnes dieses Stadt: Der Nobelpreisträger Paul Ehrlich sitzt in Lebensgröße am Schreibtisch und arbeitet an seiner Forschung. Eine Versuchsanordnung mit echten Laborgegenständen wird ebenso präsentiert wie einige Poster, die das Leben und Wirken des Mediziners zeigen. Ein Modell der damaligen Michaeliskirche ist ebenfalls zu bewundern. Dieses Gotteshaus wurde im Krieg völlig zerstört. Ein Wiederaufbau war nicht mehr möglich. Das Modell lässt nun besser beurteilen, wie imposant diese Kirche einst gewesen war.

Das Museum soll auch in Zukunft lebendig gestaltet werden und so hofft Zbigniew Kazimierowicz auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit der Bundesheimatgruppe.

Von links nach rechts Heinz Werner Fleger (Vorsitzender Heimatgruppe Strehlen), Dorota Pawnuk (Bürgermeisterin von Strzelin) sowie Herr Pusch, Frau Gräsner, Herr Preußer und Frau Soltis von der Heimatgruppe Strehlen

Falk Pusch (Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Sachsen) bei der Ankunft in Strehlen/Strzelin

Tanzkreis Rübezahl aus Deutsch-Paulsdorf bei Görlitz

Im Bild: "Tanzkreis Rübezahl" aus Deutsch-Paulsdorf bei Görlitz

Falls es Vorschläge, Hinweise oder Beiträge gibt, bitte wenden Sie sich an das Team über die Kontaktseite. Dort finden sie den Link zum Postfach des Vereins.