Erinnerung und Begegnung e.V.
im
Landesverband der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen / Schlesische Lausitz

Wir begrüßen Sie auf unserer Internetseite www.vertriebene-in-sachsen.de

Editorial

Aktualisierung unserer Internetseite im Juli 2020

Liebe Leser unserer Internetseite,

in diesem Jahr erinnern wir uns nicht nur an die Vertreibung von 75 Jahren, sondern auch an den Beginn des Koreakrieges vor 70 Jahren. Bis zur Wiedervereinigung hat die offizielle Politik in beiden Teilen Deutschlands jeweils mit einem der beiden koreanischen Teilstaaten besondere Beziehungen gepflegt. Seit der Widervereinigung Deutschlands scheint Korea in Vergessenheit zu geraten. Das Land hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Zwei Artikel befassen sich mit dem Koreakrieg.

Mehrere besonders aktive Mitglieder der Vertriebenenorganisationen hatten runde Geburtstage. Wir veröffentlichen unsere Glückwünsche. Auch wenn Sie die Jubilare nicht kennen, sollten Sie die Artikel lesen. Sie enthalten viele Informationen über die Verbandsarbeit.

Ein längerer Aufsatz befasst sich mit der Vertreibung. Versäumen Sie nicht, in den Rubriken Aufsätze/Beiträge und Verbandszeitung zu stöbern. Ich bin sicher, Sie entdecken Beiträge, die Sie bisher übersehen haben.

Ihr
Friedrich Zempel

Öffnungszeiten des Hauses der Heimat

Die Öffnungszeiten des Hauses der Heimat bleiben unverändert Donnerstag bis Sonnabend

14:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 035828/70684.

Bitte beachten Sie die jeweils geltenden Pandemiebestimmungen.

Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen
Heinrich-Heine-Straße 6 A, 02977 Hoyerswerda

Auslobung eines Stipendiums

für besondere Beiträge zur Bewahrung und Fortentwicklung der Geschichte der in Sachsen leben-den Vertriebenen und Spätaussiedler, ihrer Heimatgebiete und der Geschichte der Deutschen Min-derheit in OstMittelEuropa

Das Stipendium wird vergeben für besondere Arbeiten schriftstellerischer oder anderer künstleri-scher (z. B. Malerei, Musik) oder wissenschaftlicher Art, die sich mit der Geschichte und Bewahrung des kulturellen Erbes der Vertreibungs- und Aussiedlungsgebiete der Deutschen aus OstMittelEuropa befassen. Insbesondere soll sich die Arbeit mit den heutigen Auswirkungen des kulturellen Erbes beidseitig der Grenzen, also sowohl in Sachsen als auch in den ehemaligen Herkunfts-, Vertreibungs- und Aussiedlungsgebieten, und den Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Miteinander sowie den Umgang mit Heimat und Minderheiten befassen. Daher sind Bewerbungen auch aus den ehema-ligen Vertreibungs- und Aussiedlungsgebieten willkommen. Die Arbeit ist in deutscher Sprache abzufassen.

Das Stipendium ist mit 6 × 750 € dotiert. Es wird einkommensunabhängig gewährt. Es kann auch ge-teilt vergeben werden. Über die Vergabe entscheidet eine von der Stiftung berufende Jury unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Vergabe selbst erfolgt am zweiten Sonntag im September anlässlich des Sächsischen Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung.
Die Bewerbung ist bis zum 31. Juli 2020 an die obige Adresse zu richten. Sie ist an die Bedingung ge-knüpft, dass das Projekt noch nicht beendet sein darf. Es ist aber unschädlich, wenn mit dem Projekt bereits vor der Bewerbung begonnen wurde. Nach drei Monaten ist ein Zwischenbericht abzugeben.

Bewerben können sich Studenten, Wissenschaftler oder Künstler, die ein entsprechendes Vorhaben in Sachsen oder in OstMittelEuropa durchführen. In der deutschsprachigen Bewerbung sind das Thema und die Zielsetzung ausführlich zu beschreiben. Sofern das Vorhaben von Dritten fachlich betreut wird, sind die Betreuer anzugeben. In einem Jahr nicht berücksichtigte Bewerber können sich im nächsten Jahr wieder bewerben. Die Bewerber verpflichten sich zugleich, die hergebrachten Grundsätze der wissenschaftlichen bzw. künstlerischen Redlichkeit zu beachten.

Die Vergabe ist mit der Auflage verbunden, dass die Ergebnisse der/des Stipendiaten bei einer Ver-anstaltung der Stiftung präsentiert werden.

Bei der Veröffentlichung sowie der wirtschaftlichen Nutzung des mit dem Stipendium geförderten Projekts ist auf die Unterstützung durch die Stiftung und die Mitfinanzierung des Projektes aus Mitteln des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes hinzuweisen.

Frank Hirche, Vorstandsvorsitzender, Hoyerswerda, 10. Juli 2020

Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen
Heinrich-Heine-Straße 6 A, 02977 Hoyerswerda

Auslobung des ZukunftErbe-Preises

für herausragende Beiträge zur Geschichte und Bewahrung des kulturellen Erbes der Vertreibungs- und Aussiedlungsgebiete der Deutschen aus OstMittelEuropa

Der „ZukunftErbe-Preis“ wird vergeben für herausragende Leistungen schriftstellerischer oder anderer künstlerischer (z. B. Malerei, Musik) oder wissenschaftlicher Art, die sich mit der Geschichte und Bewahrung des kulturellen Erbes der Vertreibungs- und Aussiedlungsgebiete der Deutschen aus OstMittelEuropa befassen. Insbesondere soll der Preisträger in seinem Schaffen nachdrücklich dazu beigetragen haben, dass dieses kulturelle Erbe auch heute beidseitig der Grenzen, also in der Bun-desrepublik Deutschland (vorrangig dabei im Freistaat Sachsen) als auch in den ehemaligen Vertrei-bungs- und Aussiedlungsgebieten, für Impulse im gesellschaftlichen Miteinander sorgt. Daher ist sowohl der Bezug zur erfolgten Integration als auch zu Fragen des Minderheitenschutzes gegeben.

Der Preis ist dotiert mit 3.000 Euro, einer Graphik und einer Urkunde. Er kann auch geteilt vergeben werden. Über die Vergabe entscheidet eine von der Stiftung berufende Jury unter Ausschluss des Rechtsweges. Die öffentliche Verleihung erfolgt am zweiten Sonntag im September anlässlich des Sächsischen Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung.

Vorschläge für Preisträger sind bis zum 31. Juli 2020 an die obige Adresse zu richten; die Jury ist darüber hinaus selbst vorschlagsberechtigt.

Die Verleihung ist mit der Auflage verbunden, dass die/der Preisträger bei einer Veranstaltung der Stiftung zu seinem Schaffen vorträgt. Bei der Veröffentlichung zur Preisträgerschaft ist auf die Unterstützung durch die Stiftung und die Mitfinanzierung des Projektes aus Mitteln des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes hinzuweisen.

Frank Hirche, Vorstandsvorsitzender, Hoyerswerda, 10. Juli 2020

Die vergessenen Leiden einer geteilten Nation

1950 – Der Beginn des „kleinen“ Weltkrieges

Wenn man vor der Wiedervereinigung bei internationalen Messen oder Treffen von Akademikern auf die deutsche Teilung zu sprechen kam, erntete man in der Regel Schulterzucken und den Hinweis, wir seien selbst schuld; denn wir hätten den Zweiten Weltkrieg begonnen. Waren Südkoreaner unter den Gesprächsteilnehmern, widersprachen sie. Sie wiesen darauf hin, dass ihr Land ebenfalls geteilt sei, obwohl es zu den unbestrittenen Opfern des Zweiten Weltkrieges gehört habe. Im Übrigen zeigten sie sich über die politische Lage Deutschlands viel besser informiert als die Angehörigen der westlichen Nachbarländer. Dieses Interesse und diese Empathie beruhten auf Gegenseitigkeit. Die deutschen Gesprächsteilnehmer waren über die Lage in Korea viel besser informiert als die Angehörigen anderer Nationen.

Mit der deutschen Wiedervereinigung vor 30 Jahren scheint in Deutschland die Teilung Koreas in Vergessenheit geraten zu sein. Daher soll mit zwei Aufsätzen an den Beginn des Koreakrieges vor 70 Jahren, der die Teilung des Landes zementierte, erinnert werden. Dies ist keine historische Reminiszenz wie die Erinnerung an die napoleonischen Kriege, sondern ein Hinweis, dass auf der koreanischen Halbinsel der längste, gefährlichste und unberechenbarste internationale Konflikt der Weltgeschichte köchelt wie ein schlafender Vulkan.

Der erste Aufsatz von Prof. Dr. Kyung-Hee Chung befasst sich mit der Frage, wie es zu dem Koreakrieg kam. Der zweite Beitrag gibt einen Überblick über den Verlauf des Krieges.

Der Brief Kim Il-Sungs

Geschichte des Koreakrieges

Friedrich Zempel

Aufruf der Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler

in Sachsen, Niedersachsen, NRW, Hessen und Bayern

Mit einem Aufruf zum Gedenken an die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsdeportation sowie zur Erinnerung an das Schicksal der deutschen Minderheiten in den Staaten Mittel- und Osteuropas sowie in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten haben sich die Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler an die Öffentlichkeit gewandt. Wir bringen den Lesern unserer Internetseite diesen Aufruf zur Kenntnis.

Zum vollständigen Aufruf

Die Vertreibung der Deutschen aus Mittel- und Osteuropa

im und nach dem Zweiten Weltkrieg Ausgewählte Fakten

Vor 75 Jahren erlebten die Deutschen in Mittel- und Osteuropa den Höhepunkt ihrer Vertreibung. In der vorangegangenen Aktualisierung hatten wir bereits einige Zeitzeugenberichte veröffentlicht. Weitere Berichte werden wir noch veröffentlichen. Gespräche zeigen immer wieder, dass die Dimension der Vertreibung sogar den Vertriebenen bzw. deren Nachkommen nicht bekannt ist. Daher haben wir in einem Aufsatz die wichtige Fakten zusammengefasst. Sie können ihn unter dem nachfolgenden Link lesen.

Zum Aufsatz

Stiftung Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen (EBI)

Stellenausschreibung

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Leiter/in für unsere Erinnerungs-, Begegnungs- und außerschulische Bildungsstätte (EBB) in Knappenrode / Hoyerswerda
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden.

Das Aufgabengebiet umfasst folgende Arbeitsinhalte:

➢ Bewirtschaftung des Wirtschaftsplans der EBB
➢ Verwaltung der EBB, insbesondere Betreuung aller Verträge über Miete, Nebenkosten und Versicherungen für alle Gebäude und Nebengebäude sowie die Bauunterhaltung
➢ Planung und Organisation des weiteren Ausbaus der EBB, Akquise von Exponaten und Zustiftungen
➢ Vertretung der EBB gegenüber den Fördermittelgebern, den Vertriebenenverbänden, der Öffentlichkeit und museologischen Fachgremien
➢ Stellung von Förderanträgen für die Finanzierung der EBB sowie für Durchführung von Projekten der EBB
➢ Vertretung Stiftung EBI gegenüber dem von der Stiftung beschäftigten Personal und beauftragten Unternehmern und Handwerkern
➢ Selbstständige Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung von Projekten, Veranstaltungen und Werbemaßnahmen der EBB
➢ Organisation des Besucherverkehrs

Unsere Anforderungen sind:

➢ Kenntnisse der Geschichte der Heimatgebiete der Vertriebenen und Spätaussiedler
➢ Kenntnisse der Arbeit der Verbände der Vertriebenen und Spätaussiedler
➢ Erfahrungen und Kenntnisse in der Zusammenarbeit mit Fördermittelgebern und der staatlichen Verwaltung
➢ Erfahrungen und Kenntnisse in der Organisation von Projekten gemäß § 96 BVFG
➢ Grundkenntnisse in Datenschutz und IT-Sicherheit
➢ Flexibilität, Teamfähigkeit, Kommunikations- und Organisationsfähigkeit sowie eine hohe soziale Kompetenz
➢ Führerschein Klasse B
➢ Bereitschaft zur selbstständigen Fort- und Weiterbildung
➢ Berufserfahrungen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen gemeinnützigen Einrichtungen sowie den Organisationen der Vertriebenen und Spätaussiedler sind wünschenswert
➢ Kenntnisse und Praxis im Fördermittelrecht

Wir bieten:

➢ eine interessante, selbstständige und eigenverantwortliche Tätigkeit
➢ 30 Tage Jahresurlaub

Schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Bewerber werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt. Eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen erfolgt nur, wenn Sie einen ausreichend frankierten Rückumschlag beigefügen. Vorstellungs- und Reisekosten werden nicht erstattet. Mit der Abgabe der Bewerbung erteilen Sie gleichzeitig Ihr Einverständnis zur elektronischen Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten bis zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens. Ein Widerruf ist jederzeit möglich.

Addressierung:

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen einschließlich Lebenslauf, Zeugnisse und Beurteilungen bis zum 15.7.2020 an:

Herrn Friedrich Zempel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung "Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen", Kastanienweg 11, 01705 Pesterwitz

Stiftung Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen (EBI)

Stellenausschreibung

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Leiter/in für unsere Erinnerungs-, Begegnungs- und außerschulische Bildungsstätte (EBB) in Knappenrode / Hoyerswerda
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden.

Das Aufgabengebiet umfasst folgende Arbeitsinhalte:

➢ Bewirtschaftung des Wirtschaftsplans der EBB
➢ Verwaltung der EBB, insbesondere Betreuung aller Verträge über Miete, Nebenkosten und Versicherungen für alle Gebäude und Nebengebäude sowie die Bauunterhaltung
➢ Planung und Organisation des weiteren Ausbaus der EBB, Akquise von Exponaten und Zustiftungen
➢ Vertretung der EBB gegenüber den Fördermittelgebern, den Vertriebenenverbänden, der Öffentlichkeit und museologischen Fachgremien
➢ Stellung von Förderanträgen für die Finanzierung der EBB sowie für Durchführung von Projekten der EBB
➢ Vertretung Stiftung EBI gegenüber dem von der Stiftung beschäftigten Personal und beauftragten Unternehmern und Handwerkern
➢ Selbstständige Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung von Projekten, Veranstaltungen und Werbemaßnahmen der EBB
➢ Organisation des Besucherverkehrs

Unsere Anforderungen sind:

➢ Kenntnisse der Geschichte der Heimatgebiete der Vertriebenen und Spätaussiedler
➢ Kenntnisse der Arbeit der Verbände der Vertriebenen und Spätaussiedler
➢ Erfahrungen und Kenntnisse in der Zusammenarbeit mit Fördermittelgebern und der staatlichen Verwaltung
➢ Erfahrungen und Kenntnisse in der Organisation von Projekten gemäß § 96 BVFG
➢ Grundkenntnisse in Datenschutz und IT-Sicherheit
➢ Flexibilität, Teamfähigkeit, Kommunikations- und Organisationsfähigkeit sowie eine hohe soziale Kompetenz
➢ Führerschein Klasse B
➢ Bereitschaft zur selbstständigen Fort- und Weiterbildung
➢ Berufserfahrungen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen gemeinnützigen Einrichtungen sowie den Organisationen der Vertriebenen und Spätaussiedler sind wünschenswert
➢ Kenntnisse und Praxis im Fördermittelrecht

Wir bieten:

➢ eine interessante, selbstständige und eigenverantwortliche Tätigkeit
➢ 30 Tage Jahresurlaub

Schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Bewerber werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt. Eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen erfolgt nur, wenn Sie einen ausreichend frankierten Rückumschlag beigefügen. Vorstellungs- und Reisekosten werden nicht erstattet. Mit der Abgabe der Bewerbung erteilen Sie gleichzeitig Ihr Einverständnis zur elektronischen Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten bis zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens. Ein Widerruf ist jederzeit möglich.

Addressierung:

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen einschließlich Lebenslauf, Zeugnisse und Beurteilungen bis zum 15.7.2020 an:

Herrn Friedrich Zempel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung "Erinnerung, Begegnung, Integration – Stiftung der Vertriebenen im Freistaat Sachsen", Kastanienweg 11, 01705 Pesterwitz

Liebe Leser

die neuste Ausgabe unserer Verbandszeitung mit vielen aktuellen Informationen finden Sie in der Rubrik "Verbandszeitung". Außerdem können Sie dort alle bisherigen Ausgaben nachlesen.

Über Rückmeldungen würden wir uns freuen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Friedrich Zempel

Vorwort zur Aktualisierung Frühjahr 2020

75 Jahre Vertreibung

der Deutschen aus Mittel-und Osteuropa

Das Ende des Zweiten Weltkrieges hatte für die Deutschen ganz unterschiedliche Konsequenzen. Die Bewohner der weitgehend zerstörten Großstädte konnten aufatmen, weil die Bombardierungen aufhörten. Die Deutschen in Mittel- und Osteuropa bekamen die Rache der Kriegsgegner zu spüren.

Wir wollen heute mit verschiedenen Artikeln an Flucht und Vertreibung erinnern.

Nachfolgend veröffentlichen wir zwei Fluchtberichte, die bereits Teil unserer Wanderausstellung "Unsere neue Heimat – Sachsen" sind. Sie wurden der Redaktion von Prof. Dr. Winfried Schirotzek zur Verfügung gestellt. Ferner finden Sie auf dieser Seite Hinweise auf weitere Artikel - u. a. über die Odyssee der Hannelore S., den Kappputsch in Breslau, einen Aufruf an die Deutschen aus Russland sowie andere Vertriebene und Spätaussiedler.

Friedrich Zempel

Bericht 1: Eva-Marianne Franzke

Bericht 2: Familiengeschichte Faust

Von Schlesien nach Madrid

Ein Mädchen erlebt Flucht und Vertreibung

Hannelore S. wurde 1936 in Oberschlesien geboren. Sie erlebte eine behütete Kindheit. Auch der Beginn des Zweiten Weltkrieges hinterließ im Gedächtnis des Kindes keine besonderen Spuren. Sie erinnert sich lediglich, dass in ihrem Dorf häufig Soldaten zu sehen waren.

Die Einberufung ihres Vaters war der erste Einschnitt in ihre Kinderwelt. Viele Jahre später erfuhr sie, dass er in der russischen Kriegsgefangenschaft gestorben war.

Bei Kriegsende begann für sie mit der Flucht aus Oberschlesien eine Odyssee durch viele europäische Länder. Ende der Sechzigerjahre wurde sie in Spanien heimisch. Kontakte in ihre schlesische Heimat pflegte sie immer weiter.

Ihr bewegtes Leben als Vertriebene schilderte sie vor kurzem dem Vorsitzenden des Vereins Erinnerung und Begegnung e.V., Friedrich Zempel, in einem Interview, das wir in dem Abschnitt Aufsätze/Beiträge eingestellt haben.

f.z.

Frau Hannelore Schimmer mit ihrer Nichte Beate aus Freital in einer Interviewpause in ihrer Wohnung in Madrid
Frau Hannelore Schimmer mit ihrer Nichte Beate aus Freital in einer Interviewpause in ihrer Wohnung in Madrid

Aufruf an die Deutschen aus Russland und den Nachfolgestaaten der UdSSR

Spenden Sie Dokumente, Fotos und Ausstellungsstücke für unsere Erinnerungsstätte in Knappenrode/Hoyerswerda.

In Knappenrode werden wir eine Erinnerungs-, Begegnungs- und außerschulische Bildungsstätte errichten. Für diese Einrichtung suchen wir dringend Erinnerungsstücke der Deutschen aus Russland.

Wir kennen Ihre Geschichte. Wir wissen, dass Sie so gut wie keine Gegenstände aus den früheren Heimatgebieten an der Wolga den vielen anderen Siedlungsgebieten in der früheren UdSSR nach Sachsen mitbringen konnten. Für uns sind aber auch wichtig:

Briefe und sonstige Dokumente, Fotos, Bilder, Bücher und Kleidungsstücke, auch aus der Zeit nach der Entlassung aus der Trudarmee, beispielsweise der Schriftverkehr über ihre Aussiedlung und natürlich auch Gegenstände wie Geschirr und Haushaltsartikel.

Selbst ein paar Stricknadeln sind für uns wichtig, wenn sie mit einer Geschichte verbunden sind. Wenn Sie sich nicht zutrauen, die Geschichten selbst aufzuschreiben, helfen wir Ihnen gerne.

Vor einigen Monaten haben wir von einer Deutschen aus Georgien ein Gesangbuch bekommen. Die Eigentümerin hatte zunächst Bedenken, es uns zu übereignen, weil es schon stark zerfleddert war. Aber gerade dieser Zustand war für uns wichtig; denn er ermöglichte uns, die Geschichte der Familie seiner Eigentümerin zu erzählen. Mit einer druckfrischen Ausgabe hätten wir das nicht tun können. Die Geschichte musste die Eigentümerin nicht selbst aufschreiben. Wir habe sie interviewt.

Sie können sich gerne direkt an die Stiftung der Vertriebenen, Heinrich-Heine-Straße 6A, 02977 Hoyerswerda oder an die Vorsitzenden Ihrer landsmannschaftlichen Gliederung wenden.

Friedrich Zempel

PS. Natürlich sind wir auch an den gleichen Erinnerungsstücken aus den Herkunftsgebieten der anderen Vertriebenen und Spätaussiedlern interessiert.

Tanzkreis Rübezahl aus Deutsch-Paulsdorf bei Görlitz

Im Bild: "Tanzkreis Rübezahl" aus Deutsch-Paulsdorf bei Görlitz

Falls es Vorschläge, Hinweise oder Beiträge gibt, bitte wenden Sie sich an das Team über die Kontaktseite. Dort finden sie den Link zum Postfach des Vereins.