Landesverband der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen / Schlesische Lausitz e. V.
mit Erinnerung und Begegnung e. V. (EUB)

Wir begrüßen Sie auf unserer Internetseite www.vertriebene-in-sachsen.de

Übersicht der landesweiten Veranstaltungen in 2017

(Veranstaltungen der regionalen und lokalen Ebene sind bei den jeweiligen Gruppen zu erfragen.)

"Die Lage der deutschen Minderheiten in Südosteuropa"

Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Anton Sterbling
18. März, 14 Uhr, Plattner Hof, Platner Str. 34, Chemnitz

Kirchentag der evangelischen Ostpreußen in Sachsen

23. April, ab 9 Uhr 30
St. Matthäus-Kirche, Zinzendorfstr. 14 bis 16, Chemnitz

25. - 27. Mai Exkursion nach Tschechien

Tag der Heimat und Treffen der Chöre 2017

11. Juni, ab 11 Uhr
St. Johannes-Kirche, Reichenbach/bei Görlitz

Gedenktag für die Opfer von Flucht,
Vertreibung und Zwangsumsiedlung

10. September, ab 11 Uhr
Plenarsaal des sächsischen Landtages

Erben gesucht!

Grußworte zum Jahreswechsel

Erben gesucht! Dieses Stichwort elektrisiert alle. Wenn es um ein großes, gewaltiges Erbe geht, melden sich selbst die entferntesten Verwandten.

Auch wir suchen Erben.

Es geht um das Erbe der Philosophen Immanuel Kant, Gottfried Herder, Hannah Arendt; der Wissenschaftler Nikolaus Kopernikus, Hermann Oberth, Maria Göppert-Mayer; der Schriftsteller Andreas Gryphius, Rainer Maria Rilke, Berta von Suttner sowie vieler anderer großer Deutscher aus dem Osten.

Wir suchen Erben für das kulturelle Erbe der Heimatgebiete der Vertriebenen und Spätaussiedler.

Wie bei jedem Erbfall eines geistigen Erbes sind die Verwandten und die Menschen aus den früheren Wohnorten des Erblassers besonders berechtigt und verpflichtet, dieses Erbe zu pflegen und an die weiterzugeben, die keine Kenntnisse und Erfahrungen besitzen.

Sie, die Vertriebenen und Spätaussiedler und deren Nachkommen, sind in erster Linie berechtigt und verpflichtet, dieses Erbe zu pflegen.

Erben sind aber nicht nur die Vertriebenen und Spätaussiedler, sondern alle Deutschen und im weiteren Sinn alle Europäer. Auch sie sollten dieses Erbe pflegen.

Die Vertriebenen und Spätaussiedler und deren Nachkommen können aber nicht erwarten, dass andere aktiv werden, wenn sie selbst die Hände in den Schoß legen. Anregungen für entsprechende Aktivitäten finden Sie auf den folgenden Internetseiten.

Dieser Appell ist keine einsame Entscheidung der Unterzeichner. Der Bundestag und der sächsische Landtag haben die für diese Arbeit erforderlichen Mittel in den Haushalten für 2017 erhöht.

Frank Hirche Frank Hirche
Vorsitzender des Landesverbandes
der Vertriebenen und Spätaussiedler
im Freistaat Sachsen/schlesische Lausitz
Friedrich Zempel Friedrich Zempel
Vorsitzender des Vereins
Erinnerung und Begegnung

Das Jahr 2016 im Rückblick

Im vergangenen Jahr wurden 2 historische Ereignisse besonders gewürdigt:

Die Ankunft der ersten Vertriebenentransporte aus dem Sudetenland vor 70 Jahren im Juni 1946 in dem Durchgangslager Bad Brambach. Auf Initiative von Dr. Erich Kraus aus Dresden wurde auf dem Bahnhof von Bad Brambach eine Gedenktafel in deutscher und tschechischer Sprache angebracht. Bemerkenswert war, dass an der Enthüllung der Tafel auch ein Vertreter der tschechischen Botschaft teilnahm.

Die Deutschen aus Russland erinnerten in verschiedenen Veranstaltungen an den Beschluss des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941 zur Deportation der Deutschen in Russland als Antwort auf den Überfall des Deutschen Reiches vom 22. Juni 1941.

Dieses Ereignis stand auch im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung am 11. September im Plenarsaal des sächsischen Landtages, den Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler dankenswerterweise für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. Die Gedenkrede hielt Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel.

Der landesweite Tag der Heimat wurde am 19. Juni erstmalig zusammen mit dem Treffen der Chöre durchgeführt, das traditionell in Reichenbach bei Görlitz stattfindet, weil hier unser Haus der Heimat steht. Viele hundert Heimatfreunde waren aus ganz Sachsen und Niederschlesien mit Bus, Bahn und PKW angereist. Die Stadt und die ev. Kirchengemeinde hatten freundlicherweise uns ihre dem Haus der Heimat benachbarten Räume bereitgestellt. Besonders erfreulich war die Teilnahme einer Tanzgruppe der deutschen Minderheit aus Liegnitz.

Auch außerhalb dieses Termins war das Haus der Heimat Ziel vieler Besuchergruppen. Im Herbst wurde eine Ausstellung mit Bildern des ostpreußischen Malers Eduard Bischoff gezeigt.

Ein besonderer Erfolg war die Teilnahme der Ost-und Westpreußen-Gruppe Limbach-Oberfrohna an dem Tag der Sachsen am 2. September in Limbach- Oberfrohna. Ihr Infostand und der mit der Gerhart-Hauptmann-Schule gestaltete Festwagen fanden großes Interesse bei den Besuchern.

Da Breslau in diesem Jahr europäische Kulturhauptstadt war, reisten mehrere Gruppen nach Schlesien. Im November wurde eine Exkursion für die Mitglieder der Vorstände der Landsmannschaften und der Kreis- und Ortsgruppen nach Breslau durchgeführt. Die Landsmannschaft Schlesien besuchte im Dezember einen Adventsmarkt an dem Schloss Lomnitz.

Die 3 Wanderausstellungen ("Trachten aus den Heimatgebieten", "Unsere neue Heimat – Sachsen", "Integration durch Leistung") wurden wieder in mehreren sächsischen Städten gezeigt. Zu dem Thema der Ausstellung “Integration durch Leistung“ passt, dass bei den Olympischen Spielen in Rio mit Kristina Vogel, eine junge Deutsche aus Russland, eine Gold-und Bronzemedaille errang.

Weitere Berichte und Informationen finden Sie in unserer Zeitung "Vertriebene und Spätaussiedler in Sachsen", die wir unter der Rubrik "Aktuelles" online gestellt haben, und auf der Seite der Landsmannschaft Schlesien (siehe Links).

Friedrich Zempel

Filmhinweis für Dresden

Nach Frankfurt am Main bestand in Breslau die bedeutendste und traditionsreichste jüdische Gemeinde in Deutschland.
An das Schicksal der Breslauer Juden erinnert der Dokumentarfilm
von Karin Kaper und Dirk Szuszies
Wir sind Juden aus Breslau"
"Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933"
Premiere am 18.1., 19.00 h, im Programmkino Ost in Dresden

Tanzkreis Rübezahl aus Deutsch-Paulsdorf bei Görlitz

Im Bild: "Tanzkreis Rübezahl" aus Deutsch-Paulsdorf bei Görlitz

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